Die Chronik der Unsterblichen 2 – Der Vampyr

Inhalt

Andrej hat es geschafft, sich auf das Schiff des Sklavenhändlers Abu Dun zu schmuggeln. Dort werden die Leute aus seinem Heimatdorf gefangen gehalten. Er schliesst einen Handel mit Abu Dun, bei dem die Sklaven freigelassen werden sollen. Andrej verpfichtet sich seinserseits, für eine gewisse Zeit der Leibwächter von Abu Dun zu werden. Zur Freilassung der Sklaven kommt es allerdings nicht: Das Sklavenschiff wird von Vater Domenicus und dessen Gefährten Fürst Dracul mithilfe von griechischem Feuer angezündet. Andrej, Frederic und Abu Dun überleben den Angriff und wollen nun dorthin reisen, wo der Drachenritter Dracul haust. Auf dem Wg dorthin werden sie aber von genau diesem überrascht und gefangengenommen. Es ist beinahe unmöglich, dem Fürsten zu entkommen, doch es scheint beinahe so, als ob sie unter Draculs Gefolgsmännern einen Verbündeten gefunden haben. Das Problem ist jedoch, dass Dracul Frederic auf seine Seite gezogen hat. Maria, Andrejs grosse Liebe, steht zwischen zwei Fronten.

Zitate

Seite 130: Als er zu Boden fiel, stürzte sich Frederic auf ihn. Es ging zu schnell, als dass Andrej es verhindern konnte. Er hätte ohnehin nichts mehr tun können, um Frederic zurückzuhalten. Der Junge warf sich auf den gestürzten Krieger, presste ihn durch sie schiere Wucht seines Angriffs zu Boden und grub seine Zähne in seine Kehle. Der Türke brüllte vor Schmerz und bäumte sich auf, aber es war aussichtslos: Frederics Zähne zerfetzten seinen Kehlkopf und seine Halsschlagader in sekundenschnelle.

Eine sehr schreckhafte Szene: Man hat ja schon vorher gewusst, dass Frederic wohl auf die falsche Bahn geraten ist. Hier hat er etwas gatan, das mich einerseits enttäuscht und andererseits überrascht hat. Ich dachte, dass Vampyre nur Blut von anderen Vampyren trinken.

Seite 157: „Du bist ein Vampyr“, sagte Vlad. „Ich weiss es.“ „So nennt man uns?“ Andrej wiederholte das Wort ein paar Mal und lauschte auf seinen Klang. Es hörte sich düster an, nach etwas Uraltem, Unheiligem. Es gefiel ihm nicht.

Hier erfährt Andrej, wie man die Gattung nennt, der er angehört. Er denkt, dass sich der Name düster anhört. Doch Andrej ist ein guter Mensch und will auf keinen Fall dieser Dunkelheit verfallen.

Seite 246: Als er schwere Schritte draussen auf dem Gang hörte, stand er auf und wich auf die andere Seite seiner Zelle zurück, um den Soldaten die Mühe zu ersparen, ihn mit ihren Speeren vor sich her zu treiben. Doch es waren nicht seine Kerkermeister. Stattdessen betrat Maria sie Zelle. Andrej konnte nichts anderes tun als einfach dazustehen und sie anzustarren. Er konnte keinen klaren Gedanken fassen.

Eine Szene, auf die ich lange gewartet habe: Das Wiedersehen von Maria und Andrej. Die Situation zwischen den beiden ist sehr angespannt. Maria weiss nicht wem sie Glauben schenken soll; ihrem Bruder Domenicus oder dem Vampyr Andrej.

Eigene Meinung

Von dem Zeitpunkt an, an dem Andrej, Frederic und Abu Dun gefangen genommen wurden, war die Geschichte durchgehend sehr spannend und fesselnd. Der Neue Bösewicht, Fürst Dracul, ist eine sehr interessante Person, vor der man Respekt haben sollte. Am Ende erfährt man etwas im Zusammenhang mit ihm, dass ich niemals erwartet hätte. Auch Maria wurde wieder geschickt in die Haupthandlung eingebettet. Sehr lange weiss man nicht, was mit Frederic geschehen ist. Dracul hat ihn in seinen Klauen und es scheint fast so, dass Frederic dem Bösen nun endgültig verfallen ist. Auch in diesem Fall wird der Leser geschickt bis zum Schluss des Buches im Unwissen gelassen. Abu Dun, der am Anfang ganz klar als Rivale von Andrej dargestelt wird, ist im weiteren Verlauf so etwas wie ein Freund von Andrej geworden. Die Situation hat die beiden gezwungen, sich zu verbünden und gemeinsam gagen den Feind vorzugehen. Alles in allem ist es ein sehr gelungenes Buch und ein würdiger Nachfolger des ersten Teiles. Ich freue mich schon auf den dritten Teil!

Daten

  • Autor – Wolfgang Hohlbein
  • Seitenzahl – 349
  • Veröffentlichung – 2000
  • ISBN Nummer – 3802526678

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